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Das Fest ist ausgeklungen, der Festschmuck wurde wieder abgeräumt, aber man muss auch nach positiven Pressestimmen
noch einige Worte zum Fest finden, denn nicht alles konnte beachtet und genannt werden.
Die Stimmen während des Festes und der Tage danach waren sowohl von Einheimischen, als auch von Besuchern aus Nah und Fern nur mit
positiven Worten gekennzeichnet.
Begonnen hatte alles schon vor vielen Monaten, die Verantwortlichen der Stadt, die Vereine, Betriebe und Einrichtungen hatten sich
rechtzeitig vorbereitet und ihre Aufmerksamkeit auf alle Details gerichtet. Aus-schlaggebend war eine ständig aktualisierte Logistik und Ideenfindung.
Stadtverwaltung, Betriebe und Einrichtungen sowie alle Bürger hatten in Vorbereitung auf das Fest ihre Grundstücke vorbildlich
gepflegt und geschmückt. Einige Hausbesitzer hatten sogar noch kurzfristig eine Hausrenovierung realisiert.
Zum Wettbewerb um das am schönsten geschmückte Haus Gützkows hatte der Bürgermeister vor dem Jubiläum aufgerufen. Diesen
Wettbewerb sollte eine Kindergartengruppe bei einem Stadtrundgang am Freitag vor dem Festwochenende bewerten. Kinder sind unvoreingenommen und deshalb über jeden Zweifel erhaben.
Sie wählten als schönstes das Haus von Frau Witt in der August-Bebel-Straße 45. Frau Witt erhielt damit die
ausgeschriebene Prämie von 250,- €. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch.
Viele andere Hausbesitzer gaben sich ebenfalls große Mühe, auch viele Geschäftsleute hatten Schaufenster thematisch gestaltet.
Es ist sicher vermessen, ein Haus oder ein Schaufenster besonders hervorzuheben, alle haben für eine schöne Stadt ihr Bestes getan. Die Stadt präsentierte sich allen Einheimischen und
Gästen im „Sonntagskleid“.
Die Festwoche war eingeleitet worden durch das Vorpommern-Kolloquium auf dem Hasenberg, das mit über 120 Teilnehmern einen guten
Zuspruch fand. Mit 40 dieser Teilnehmer wurde anschließend eine Busrundtour durch Gützkow gemacht, auf der auch die stadtgeschichtliche Ausstellung im Ratskeller eröffnet wurde.
In den folgenden Tagen erfolgten die Kostümproben für den Festzug.
Ein weiterer Höhepunkt war dann der Eröffnungsgottesdienst in der Kirche mit der Premiere der vielleicht Gützkow-Hymne von Otto
Metrophan (Text) und Kantor Ludwig (Musik). Anschließend erfolgte die feierliche Weihe des Denkmales für Bischof Otto von Bamberg auf dem Marktplatz. Am Abend waren dann die
Repräsentanten der Gützkower Vereine, Betriebe und Einrichtungen, der Stadtvertretung und der Verwaltung mit den Gästen aus der Regional-Politik und den Partnerstädten, sowie weitere
Ehrengäste zu der großen Festveranstaltung geladen. Der Zeitrahmen der Veranstaltung war sicher ungewöhnlich, aber er war angesichts der Festbedeutung notwendig und angemessen. Der
Bürgermeister legte in seiner Festrede Wert auf die Herausarbeitung der Leistungen unserer Vorgenerationen und auch besonders der heute noch lebenden Nachkriegs- und DDR-Generationen,
denn sie galt es für die Leistungen in den schwierigen und von Zwängen gekennzeichneten Zeiten zu würdigen. Die bis heute sichtbaren Gestaltungserfolge in unserer Stadt wären ohne sie
undenkbar gewesen.
Anschließend an die Grußworte der Prominenten wurden 61 Gützkower Bürgerinnen und Bürger für ihre Leistungen mit der
Ehrenmedaille der Stadt Gützkow in Gold, dem Festband „875 Jahre Gützkow“ und einem schönen Blumenstrauß geehrt. Die Stadt würdigte damit besonders die hervorragenden
Leistungen der vielen Ehrenamtlichen. Diese waren von den Vereinen, Betrieben und Einrichtungen und dem Bürgermeister vorgeschlagen worden. Ehrengäste erhielten die Gützkower
Erinnerungsmedaille und ebenfalls einen Festband.
Während der Festveranstaltung lief am See ein großes Programm für die junge Generation.
Wichtigster Teil der Vorbereitung und Durchführung des Festes war der Festumzug, der als Kernstück des Festes durch unsere
Bürger, Vereine, Betriebe und Institutionen vorbereitet, gestaltet und realisiert wurde.
Nach Auswertung der Videos vom Zug kann man wohl von ca. 600 Teilnehmern ausgehen, die Besucher an den Straßenrändern und bei den
Veranstaltungen am See zu schätzen ist wohl zu schwierig, aber es waren während aller Veranstaltungen wohl viele Tausende.
Bis auf wenige Ausnahmen haben sich auch alle Betriebe und Einrichtungen beteiligt. Überraschende Ideen wurden präsentiert, so
zeigte die Firma von Elektromeister Jürgen Schöpf mit Andre König auf dem alten Telegrafenmast ein außergewöhnliches und interessantes Bild.
Auch die Vielfalt der Darstellung durch die Wiecker Pflanzenproduktion in Zusammenarbeit mit Herrn Mausolf vom
Landwirtschafts-Museum in Züssow ist unbedingt hervorzuheben. Weil eine Präsentation des ehemaligen Industriebetriebes LMB/RWN scheiterte, war die Schau von Landmaschinen aus dem LMB
Gützkow durch Herrn Mausolf sehr wichtig. Er ließ es sich nicht nehmen, selbst das erste Fahrzeug zu führen. Sogar aus Schmatzin hatten sich die Enkel von Hermann Engel mit ihren
beiden hübschen Traktoren nach Gützkow aufgemacht.
Neben den vielen Schülern von der Peenetal-Schule und vom Gymnasium hatten sich einige Lehrer der Peenetal-Schule, einige
Mitarbeiter der Stadtverwaltung und sogar unser zukünftiger Bürgermeister als Kostümträger im Historienblock beteiligt. Andere Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren direkt bei der
Einkleidung und Gestaltung des Kostümblocks eifrig dabei. Die Fördervereine beider Schulen sorgten während der notwendigen Wartezeit für die Kostümierten für die Versorgung mit
Essen und Getränken.
Allen Beteiligten, Helfern und Ordnern des Festzuges sei nochmals Dank und Lob ausgesprochen.
Nicht zu vergessen ist der Trupp der sieben Stadtarbeiter/Hausmeister, der besonders bei den Pflege-, Transport- und
Säuberungsarbeiten hervorragendes leistete. Als besonders positiv und wohltuend wurden von Fremden und Einheimischen die vorsorglichen Wechsel der Mülltonnen und Säuberungsaktionen auf
den Festplätzen während der Veranstaltungen durch die Stadtarbeiter bewertet. Zu keiner Zeit hatte man trotz Tausender Besucher den Eindruck von Unsauberkeit.
Ordnungs- und Bauamtsleiter hatten mit ihren Leuten alles vorzüglich im Griff.
Allen hier nicht genannten Helfern und Gestaltern gilt herzlicher Dank und Anerkennung.
Für alle Beteiligten, Organisatoren und Gestalter war die Teilnahme und Resonanz der Bürger und Gäste an den Veranstaltungen
überraschend, gleichzeitig war es aber der schönste Ausdruck von Lob und Anerkennung.
Die hochkarätigen Veranstaltungen der Kirchengemeinden (Eröffnungs- und ökumenischer Abschlussgot-tesdienst mit
Beteiligung des Chores) waren sehr gut besucht und wesentlicher Bestandteil der Feierlichkeiten unseres gemeinsamen Stadtjubiläums.
Herr Pastor Jeromin hatte seinen „Draht nach Oben“ genutzt und uns ein herrliches Wetter spendiert, denn selbst kleine
Schauer waren ja eher erfrischend als störend.
Hervorzuheben sind auch die Darstellungen der Gützkower Vereine am See und im Festzelt und die Mitwirkung der Wikinger bei der
Versorgung. Die hervorragende Show des Karneval-Vereines war eine Wucht. Auch Chor und Blasorchester und die Standgestalter am Strand gaben ihr Bestes.
Bis auf den „Jungfrauenzersäger“ war das Programm der hanse promotion unter Leitung von Frau Schubert ein voller Erfolg,
vom „Maritimen Frühschoppen mit Plattfööt“, den Kleeblatt-Evergreens für Alt & Jung,
das Kindervergnügen, der mittelalterliche Markt, das große Jubiläums-Showprogramm mit Leif Tennemann alias Hausmeister Erwin,
der Dance-Show „Unikat“, der Santos Limbo-Show, den Paul Sisters, THE SMALL BOX, dem Stargast Andrea Jürgens, der große Sommernachtsball für Alt & Jung mit der Band
„Sabine Amtsberg & 2 PS“ und mit dem Show-Duo „Back to Music“, der Showeinlage „Witzig, spritzig, zauberhaft“, dem Feuerwerk über die Mode-Hit`s 2003 bis hin
zum „Frühschoppen mit Original Böhmischer Blasmusik und Petr Altmann & Brave Schelme eine rundherum gelungene Veranstaltung. Auch die Veranstaltungsver-sorgung durch das Team der
„Stadthalle Gützkow“ und der Firma Hanke aus Neuenkirchen einschließlich Zeltbereitstellung war lobenswert.
In den folgenden Monaten werden weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr folgen; Gartenfest, Schützenfest, Veranstaltungen der
Senioren, Einweihung von Partnerhain (Schlossgymnasium), Bohmter Platz und Denkmal auf dem Hasenberg sind noch zu nennen. Diese werden gesondert angekündigt.
Das große Fest wird sicher allen Einwohnern, Beteiligten und Gästen lange unvergessen bleiben.
Das nächste Stadtjubiläum ist 2028, dann feiern wir 900 Jahre schriftliche Ersterwähnung Gützkows.
Stadtvertretung und Bürgermeister sprechen allen Beteiligten, besonders den Gützkower Bürgern, Lob und Anerkennung aus und danke
sehr herzlich.
W.-D.
Paulsen
S.
Gurr Stadtchronist
1. Stellvertreterin des Bürgermeisters
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