|
Mit der Völkerwanderung um 400 n.Chr. verließen die Germanen diese Gegend, wurde auch das Gebiet um Gützkow fast menschenleer.
Neue Ansiedler wanderten im 6. und 7. Jahrhundert ein, slawische Volksstämme, die Ackerbau, Viehzucht, Fischfang und Imkerei betrieben.
Gützkow wurde Sitz
eines slawischen Fürsten. Zum Bau von Fürstensitz und Tempel war hier eine gute, übersehbare und verteidigungsfähige Stelle gefunden. Die Gützkower Hügel (Schloßberg, Stadtberg)
waren durch den Swinowbach und die Peene von drei Seiten von Wasser und bis zu 500 Meter breiten sumpfigen Wiesen umgeben. An der vierten Seite war der Kosenowsee vorgelagert,
der beidseitig nur einen schmalen Zugang zum Ort gewährte. Gützkow war weltliches Herrschaftszentrum und auch kultischer Mittelpunkt eines großen Umkreises
|
|
Dies bedeutet, daß in Gützkow viel Volk zusammenströmte. Der Ortsname wird in ältesten schriftlichen Überlieferungen mit
"Gokecowe' "Gotzekowe" und "Gotzkovborg" angegeben. Wird nun der slawische Wortstamm "Gost" mit dem deutsch "Gast" gleichgesetzt trägt
der Ortsname die schöne Bedeutung "Ort der Gäste"! Das slawische Herrschaftsgebiet Gützkow war den beiden Nachbarn, dem Fürstentum Rügen und dem Herzogtum Pommern, nicht
gewachsen. 1128 machte sich der Herzog von Pommern Gützkow untertan. In engem Zusammenhang hiermit stehen die Anfänge der Christianisierung Gützkows durch Bischof Otto von Bamberg. Im
13. Jahrhundert kamen deutsche Einwanderer auch in den Raum um Gützkow. Bereits 1353 wird Gützkow als Stadt erwähnt. Gützkow mit dem idyllisch gelegenen See und der schönen
Umgebung ist heute ein begehrtes Ausflugsziel. Der Freizeitwert dieser Stadt wird gesteigert durch den Hasenberg mit dem Schullandheim Bürgerhaus, die Natur- und
Landschaftsschutzgebiete insbesondere im Bereich der Peenewiesen, durch die Kleingarteneinrichtungen und durch ein zunehmendes kulturelles Angebot.
Heute ist Gützkow eine
liebenswerte Kleinstadt mit fleißigen, aufgeschlossenen Bürgern. Sie werden am wirtschaftlichen Aufschwung dieses Teiles Deutschlands ihren erheblichen Anteil haben.
|